ANGELIKA ARENDT, NADJA SCHHÖLLHAMMER, CARO SUERKEMPER
„DE VOLUPTATE“
SEPTEMBER 2018

Angelika Arendt, Caro Suerkemper, Nadja Schöllhammer

Angelika Arendt, Caro Suerkemper, Nadja Schöllhammer – De Voluptate

1. September – 13. Oktober 2018/September 1 – October 13, 2018
Vernissage: Freitag, 31. August 2018, 19-21 Uhr/Opening: Friday, August 31, 2018, 7-9 pm

 

Zusatzveranstaltung/additional Event: Finissage, Freitag, 12. Oktober 2018, 18-20 Uhr

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausstellungssimulation/Simulation of the exhibition

Ausstellungsansicht/exhibition view
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Unter dem Titel De Voluptate, entlehnt der Schrift des Renaissancehumanisten Lorenzo Valla De voluptate sive De vero bono (Von der Lust oder Vom Wahren Guten), in der er die Sinnlichkeit als natürliches ethisches Prinzip rehabilitiert, präsentieren wir Arbeiten der Künstlerinnen Angelika Arendt, Nadja Schöllhammer und Caro Suerkemper. Die drei Künstlerinnen sind diesem Prinzip und seiner Bedeutung in Zeiten von Entkörperung, Digitalisierung und zunehmender Ökonomisierung der Kunst und Welt auf der Spur. Ihre unterschiedlichen künstlerischen Handschriften vereint die künstlerische Umsetzung von Lebenslust, Opulenz und Obsession.

Der Galerieraum ist als intimer Salon im Zusammenspiel von Skulpturen und Papierarbeiten inszeniert. Angelika Arendt, bekannt für ihre in Verbindung mit Naturformen stehenden amorphen Gefüge in der Zeichnung und Keramik, zeigt erstmalig ihre neuen Porzellanarbeiten in alten Vitrinen des Kunsthistorischen Museums Wien. Die Eleganz dieser verspielten Preziosen ist von Diversität und Fülle der Strukturen gekennzeichnet und ihre minutiöse Arbeitsweise evoziert Hingabe und Achtung vor der Schöpfung. Dem Arbeitsprozess der écriture automatique ähnlich, wuchert und wächst es auch in den Papierarbeiten von Nadja Schöllhammer. Ihre experimentellen Cut-Out-Arbeiten inszeniert sie dreidimensional in einem Schaukasten, der einer Bühne ähnelt und obsessive Bildräume voller Energie und Leidenschaft bereithält. Thematisch interessieren sie dabei die menschlichen Zustände des Unbewussten und deren Transformationen. Caro Suerkemper nähert sich in ihren figürlichen Skulpturen barocker Lebenslust und Opulenz, wobei sie ebenfalls Verwandlungen des Menschlichen nachspürt. Das vermeintlich Vulgäre zeigt sich ironisch in Ekstase und Verzückung und kommt einem Befreiungsschlag gegen feste Raster gleich. In der Skulptur arbeitet sie mit den unterschiedlichsten Materialien: Keramik, Bronze, Acrystal®. In ihrer Tisch-Skulptur Stimulus Response materialisiert sie spielerisch die unterschiedlichen Phasen eines Gussprozesses, der gleichsam für einen lustvollen Umgang mit dem eigenen Selbstbild steht. Ergänzt wird die Präsentation von Gemeinschaftsarbeiten (Arendt & Suerkemper, Arendt & Schöllhammer) sowie im Kabinett von Zeichnungen aller drei Künstlerinnen.

Der Betrachter wird in der Inszenierung von De Voluptate mit künstlerischen Utopien konfrontiert, die die eigene Gefühlswahrnehmung herausfordern und der Lust und Sinnlichkeit einen Erkenntnisraum fern von Eskapismus zutrauen.

PresseEcho
Der Tagesspiegel, Ticket, „De Voluptate“, Obsession und Opulenz, Christiane Meixner

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