Aktuelle Ausstellung

Roger Wardin

Roger Wardin – Es Geht Den Menschen Wie Den Leuten

Malerei/painting

 

 

29. April – 17. Juni 2017/April 29 – June 17, 2017

Vernissage: Freitag, 28. April 2017, 19-21 Uhr/Opening: Friday, April 28, 2017, 7-9pm

 

 

Gallery Weekend: 28.04. 17-21 Uhr/5-9pm; 29.04.+30.04. 11-19 Uhr/11am-7pm

Roger Wardin, Idüll (Detail), 2017, Öl, Acryl auf Leinwand/acrylic on canvas,
70 x 60 cm

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Jan Muche, ohne Titel, 2016, Acryl, Tusche, Asche, Bootslack auf Leinwand/acrylic, ink, ash, boat varnish on canvas, 190 x 210 cm
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Mit „Ausrichten“ präsentieren wir Jan Muche mit seiner aktuellen architekturaffinen Malerei erstmals in einer Einzelausstellung. Darüber hinaus zeigen wir eine große Raumskulptur aus filigranen, meist in Gelb gefassten Holzstäben, die wie eine 3D-Variante seiner Bilder wirkt. Ergänzt wird die Ausstellung durch die Reihe „Spiegelgasse“, hintergründige Bildwerke, die er in Anlehnung an Duchamps Ready Made explizit im Geiste des Dadaismus mit alten Bildern von Flohmärkten kreiert hat.

 

Der Künstler ist ein bekennender Sammler mit Lust am Experiment, das sich vor allem in Form von Farbe und Struktur auf der Leinwand materialisiert. Auf der Suche nach Bildern stöbert der Künstler in antiquarischen Büchern, Kunstbänden, Architektur-Katalogen, im World-Wide-Web und nicht zuletzt in der Kunstgeschichte selbst. Das, was ihn interessiert, wird zum Malanlass: Das gefundene Bild verfremdet der Künstler so stark in Richtung Muster und Ornament, dass es sich in einer Fülle grafischer Strukturen und Farbfeldtexturen auflöst. Seine Motive lassen sich weder zeitlich noch räumlich noch situativ zuordnen. Sie entwickeln sich buchstäblich aus den Tiefen-Schichten der Leinwand heraus. Dabei spielt der kontrollierte Zufall eine Rolle. Muche kombiniert Acryl, Tusche, Kohle und Bootslack Lasurtechnik, schüttet Farbe, arbeitet mit Asche: poppige Farben (Gelb, Grün, Orange) treffen auf Farbfelder, die geradezu schmutzig und porös wirken.

 

Jan Muches Sujets bewegen sich grundsätzlich zwischen vermeintlicher Abbildhaftigkeit und einer durch ungewöhnliche Perspektiven und Farben konstruktivistischen Wirklichkeitsauffassung. Dem Künstler geht es dabei nicht um Inhalte, er will nichts erzählen, er ist ein Freigeist und überlässt uns bedenkenlos dem Frei-Raum.

 

Parallel werden im Ausstellungsraum der IG Metall Berlin vom 17.03. – 12.05.2017 Arbeiten von Jan Muche unter dem Titel „Aufrichten“ gezeigt.

 

Jan Muche geb. 1975 in Herford, Studium der Malerei an der HdK Berlin, 2006 Meisterschüler bei K.H. Hödicke, 2011 Gastprofessur für Malerei an der CDK Hangzhou / China, Ausstellungen u. a: 2016 Jan Muche – Kunstverein Krefeld,
2015 „Aushub und Einfuhr“, Kunstverein Ulm, „Repeater“, Deutsche Werkstätten Dresden Hellerau, 2013 „Kompressor“ – Studio d’Arte Cannaviello, Mailand

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