Sonja Alhäuser, Andreas Amrhein, Angelika Arendt, Said Baalbaki, Ali Kaaf, Tatjana Schülke, Niels Sievers, Roland Stratmann, Matthias Stuchtey, Roger Wardin, Julius Weiland
„Mixed Pickles“
Malerei, Skulptur, Arbeiten auf Papier
November 2015

Mixed Pickles
Sonja Alhäuser, Andreas Amrhein, Angelika Arendt, Said Baalbaki, Ali Kaaf, Tatjana Schülke, Niels Sievers, Roland Stratmann, Matthias Stuchtey, Julius Weiland

7. – 28. November 2015/November 7 – 28, 2015

Vernissage/Private View: 6. November 2015 von 19-21 Uhr/November 6, 2015, 19–21

Finissage/Closing Event: 28. November 2015 von 16-19 Uhr/November 28, 2015, 16–19

Mixed Pickles

Alhaeuser_web_Leibspeise, 2010Acryl, Aquarell, Bleistift auf Papier, 35 x 84,5 cm
Sonja Alhäuser, Leibspeise, 2010,
Acryl, Aquarell, Bleistift, Papier auf Leinwand kaschiert/acrylic, watercolour, pencil on paper on canvas concealed, 30 x 20 cm
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Info

In einer spielerisch-leichten Schau, die Lust an der Vielfalt der Kunst machen soll, präsentieren wir zum Finale unseres Galeriejahres mit „Mixed Pickles“ Neues von unseren Stammkünstlern und Gastkünstlern. Die Ausstellung vereint insgesamt 10 verschiedene Positionen in den Medien Malerei, Plastik und Arbeiten auf Papier. Vertreten sind: Sonja Alhäuser, Andreas Amrhein, Angelika Arendt, Said Baalbaki, Ali Kaaf, Tatjana Schülke, Niels Sievers, Roland Stratmann, Matthias Stuchtey, Julius Weiland.

Von Sonja Alhäuser, die bekannt ist für ihre Bankette, Skulpturen aus Butter, Marzipan und Schokolade, zeigen wir nicht nur ihre lukullisch-erotischen Bildwelten auf Leinwand und Papier, sondern auch eine kleine exklusive Edition. Am 27. November 2015, 18.00 Uhr bieten wir die Möglichkeit, unter Anleitung der Künstlerin selbst Skulpturen aus Marzipan herzustellen. Eine Teilnahme an dem geplanten Workshop ist ausschließlich nach Anmeldung bis zum 16. November 2015 möglich (Kontakt Galerie).

Andreas Amrheins großformatiges Gemälde „Everybody learns from disaster“, das in diesem Kontext programmatisch ist, zeigt einmal mehr die Vorliebe des Künstlers an pikanten Zusammenstellungen seines Motiv-Repertoires. Angelika Arendt hat neue künstlerische Mittel und Techniken wie das Glas und die Radierung als Ausdrucksmittel für ihre kleinteiligen, miniaturhaften Weltentwürfe entdeckt. Dagegen setzt Ali Kaaf abstrakt-reduzierte Bildräume, die er aus vielen getupften Tuscheschichten und sich überlappenden Papieren aufbaut. Roland Stratmann, der erstmals an unserer Sommerausstellung „Voyage Voyage“ beteiligt war, schafft mit gelaufenen Ansichtskarten aus aller Welt sogenannte, „PostCuts“, die immer aus drei Ansichtskarten bestehen. Die mittlere versieht er jeweils mit einem einzigen Einschnitt, der auf die eine oder andere geklappt wird. So entstehen seltsam-schöne, anregende, collageartige Papierarbeiten. Der deutsch-libanesische Künstler Said Baalbaki, dessen One-Man-Show auf der diesjährigen Positions Berlin art fair für viel Beachtung sorgte, ist mit seiner Malerei vertreten, die aus Schichten von Farbe besteht, sanft und harsch zugleich aufgetragen; Niels Sievers dagegen mit Ölmalerei, die an klassische Traditionen anknüpft und von Licht und Stimmungen inspiriert ist und die ihren Ausdruck oft in (Stadt-)Landschaften finden. Tatjana Schülke, „Meisterin der Camouflage“ (Matthias Reichelt), zeigt aktuelle Skulpturen, die buchstäblich widerborstig wirken, diese Lust am Spiel mit Material und Form findet sich auch bei dem Bildhauer Matthias Stuchtey, so z. B. in seinen „Restbauten“, mehr noch in seinem Video „Ludvig der Film“, das bei uns zum ersten Mal überhaupt präsentiert wird: In 498 zu einem Film montierten Einzelfotos macht er den Entstehungsprozess von Ordnungssystemen und urbanen Strukturen nachvollziehbar. Die Ästhetik entspricht den Stuchteyschen Objekten ebenso wie die spielerische Vertonung durch Johannes Feiten, der dem „Bau der Stadt“ einen heiter-ironischen, fast slapstickartigen Rahmen gibt. Von Julius Weiland, der international vor allem für seine hervorragende Glaskunst bekannt ist, zeigen wir erstmals seine neuen, außergewöhnlichen Monotypien, Unikate abstrakter Strukturen, die eine große Verwandtschaft zu seinen Glasskulpturen aufweisen.

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